Jahreshauptversammlung

14.03.2026

Ein 26 Jahre alter Quereinsteiger ist neuer stellvertretender Kommandant der

Freiwilligen Feuerwehr Oberpfaffenhofen. Dominik Geiling wurde in der Gene-

ralversammlung am Samstag zum Nachfolger von Norbert Binder gewählt.

Kommandant Christian Schlosser präsentierte derweil die Zahlen von 2025.

Oberpfaffenhofen – Die Entwicklung bei der Freiwilligen Feuerwehr Oberpfaffenho-

fen kann sich sehen lassen. In der Generalversammlung am Samstag berichtete Kom-

mandant Christian Schlosser von derzeit 90 aktiven Mitgliedern, darunter 15 Jugend-

feuerwehrleuten. Besonders erfreulich: Allein im vergangenen Jahr hätten sieben

Quereinsteiger erfolgreich die Modulare Truppausbildung absolviert, dazu noch zwei

Jugendliche. Der Zuwachs sei bislang nur durch „Mund-zu-Mund-Propaganda“ erfolgt,

erläuterte Schlosser im Anschluss an die Versammlung gegenüber dem Starnberger

Merkur. Wie wichtig Quereinsteiger in der aktiven Mannschaft sein können, verdeut-

lichte auch die Personalie Dominik Geiling.

Der 26-Jährige ist im November 2020 in die Feuerwehr eingetreten und wurde am

Samstag von den 45 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern ohne Gegenstimme

zum neuen stellvertretenden Kommandanten gewählt. „Er hat sich sehr gut integriert,

viele Lehrgänge besucht und kommt in der Mannschaft sehr gut an“, betonte Schlos-ser. Geiling löst damit Norbert Binder ab, der nach zwölf Jahren auf eigenen Wunsch

das Amt zur Verfügung gestellt hatte. Binder bleibt aber Teil der Aktiven. Bei einer

weiteren Wahl wurde Maike Panicke als Nachfolgerin von Marion Schlosser zur

Schriftführerin bestimmt.

Die Freiwillige Feuerwehr Oberpfaffenhofen wurde im vergangenen Jahr zu 79 Einsät-

zen gerufen. Der Rückgang um 19 Einsätze im Vergleich zum Jahr davor ist in erster Li-

nie auf weniger Unwetterereignisse zurückzuführen. In acht Fällen handelte es sich

um Brandeinsätze, darunter ein Zimmerbrand mit Personen in Gefahr an der Gautin-

ger Straße und ein Lkw-Brand auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft-

und Raumfahrt (DLR). Das DLR steht auch im Mittelpunkt, wenn es um die 21 ausge-

lösten Brandmeldeanlagen geht. Allerdings sei diese Zahl schon gesunken und das

DLR generell an einem guten Miteinander interessiert, betonte Schlosser. „Dem DLR

liegt viel daran, uns einzubinden“, sagte der Kommandant und erläuterte, dass es auf

dem Gelände rund 70.000 Rauchmelder gebe.

Bei 42 Einsätzen im vergangenen Jahr handelte es sich um technische Hilfeleistungen.

Darunter fiel auch ein Einsatz wegen „atomaren Austritts“. Bei einem Entsorgungsun-

ternehmen sei radioaktives Material aus einer Röntgenplatte ausgetreten. Die Strah-

lung sei aber sehr gering gewesen, sodass die Feuerwehr den Einsatz schnell wieder

habe beenden können, erklärte der Kommandant. Insgesamt leisteten die Oberpfaf-

fenhofener Feuerwehrleute im vergangenen Jahr 4256 Stunden für die Allgemeinheit,

darunter 1195 Einsatzstunden und 1941 Übungsstunden.

Unter zahlreichen geehrten und beförderten Mitgliedern stach eine Urkunde beson-

ders hervor. Die Firma Klarwein wurde vom Landesfeuerwehrverband für besondere

Dienste um das Feuerlöschwesen ausgezeichnet. „Der Betrieb stellt unsere Leute frei

und unterstützt uns immer, wenn wir etwas brauchen, sei es ein Lkw, Kies oder die

Kehrmaschine“, schilderte Schlosser.

Die aktuelle politische Diskussion um die Einhaltung der Hilfsfristen in Weßling sprach

Schlosser am Samstag nur am Rande an. Allerdings sei es auch für die Oberpfaffenho-

fener schwer, bei jedem Einsatz innerhalb von zehn Minuten an Ort und Stelle zu sein.

„Jetzt muss die Gemeinde in die Pötte kommen und Verbesserungen schaffen.“ Noch

in diesem Monat solle es ein Treffen der Arbeitsgruppe geben, der Vertreter der Ge-

meinde sowie der Feuerwehren Oberpfaffenhofen und Weßling angehören.